Studentische Visionen
Studenten des Masterstudiengangs Architektur an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden entwarfen Projekte für den Postplatz in Dresden. Das Projekt betreuten Prof. Dr. Brey und Prof. Dipl.-Ing. Wentzel. Als Hauptnutzungen in den Gebäuden werden von den Studenten vorgeschlagen: von Fatima Liebe ein Science Center mit Büro- und Geschäftshaus, von Uwe Haupt Verwaltung, Verkauf und Ausstellung und von Sonja Jachmann Hotel mit Konferenzräumen sowie attraktive Erlebnisbereiche im „großen Fenster“ mit Zwingerblick. (siehe Bildmotiv)
Weitere Ausführungen zum Hotelprojekt:
Hotel mit ca. 240 Zimmern, d. h. ca. 500 Betten, Konferenzräumen im Erd- und 1. Obergeschoss, attraktive Erlebnisbereiche im „großen Fenster“ mit Zwingerblick und Tiefgarage mit 280 Stellplätzen. Das kleinere Gebäude daneben enthält ein Welcome-Center, die Ausstellung „Dresden schafft Wissen“, ein Café, Gastronomie und gehobenen Einzelhandel. Die transluzente Fassade zeichnet einen Teil der inneren Bewegungen im Gebäude nach außen ab und trägt so symbolisch zur nächtlichen Dynamik auf dem Platz bei.
Das städtebauliche Bild zeigt zum Platz nicht nur schmale Gebäudestirnseiten, sondern längere Platz-Fassaden. Es dominiert das Hotel mit der Grundfigur des Doppel-Zick-Zack. Durch Einklinken und Versetzen werden mehr Außenbezüge hergestellt, um von möglichst vielen Fenstern der Gästezimmer einen Blick auf die historische Umgebung zu erhalten. Glasfoyers zur passiven Solarenergienutzung und die Leichtbeton-Sonneschutzelemente erregen Aufmerksamkeit.
Die Materialstruktur der Fassaden beachtet die heterogene Umgebung und konzentriert sich daher auf die Ausbildung eines eigenständigen Ensembles, das auf Grund seiner Ausrichtung der entworfenen Baukörper sich mit Sonneschutz und Energiegewinn in der Fassade auseinandersetzt. Die verwendeten Materialien zeigen Zukunftsorientierung. Vorgeschlagen wird Luccon, ein durchscheinender Beton mit eingearbeiteten Glasfasermatten, Drahtgeflechte, schaltbare und regelbare Verglasungen, wie elektro- und gasochrome Schichten etc. Der lichtdurchlässige Beton steht als Synonym für Dresdens Forschung in der Laser- und Nanotechnologie.
Fazit: Entwurf für ein Hotel, den eine faszinierende eigenständige Lösung an diesem Platz kennzeichnet. Trotz seiner touristischen Konkurrenten in Dresden könnte dieses neue „Gesicht am Platz“ als weiterer Anziehungspunkt in Dresden entstehen.