Postplatz

Ein wichtiger Knotenpunkt

Der Postplatz ist im Begriff, wieder einer der wichtigsten Plätze der Dresdner Innenstadt sowie entscheidender Knotenpunkt für den öffent lichen Personennahverkehr zu werden. Signal für die Umsetzung der städtebaulichen Intention war die grundsätzliche Neuordnung der stadttechnischen Erschließung und die Errichtung der Zentralhaltestelle.

Die im benachbarten Areal angesiedelte Altmarkt-Galerie erweitert derzeit seine Flächen ebenfalls in Richtung Postplatz.

Die ersten neuen Nutzer

In diesem Jahr wurde der erste größere Neubau übergeben, der so genannte Wilsdruffer Kubus, im spannungsvollen Neben einander mit ­historischen Gebäuden europäischen Ranges.

Internationaler Wettbewerb

Ein internationaler Wettbewerb zur Bebauung des Postplatzes und der Wallstraße schuf im Ergebnis die Grundlagen für die zukünftige Entwicklung. Die tragende Idee des Siegerentwurfs des Kölner Architekturbüros Prof. Joachim Schürmann und Partner ist die Fortsetzung einer Platz- und Raumfolge, die vom Albertplatz bis in die Altstadt reicht. Am Postplatz soll diese „Perlenkette“ sehr unterschiedlicher spannungsreicher Räume fortgesetzt werden. Er wird deshalb in mehrere kleinere Teilräume gegliedert. Zweiter zentraler Entwurfsgedanke ist außerdem die Anlage eines mit hoher Aufenthaltsqualität versehenen Grünringes, der die Altstadt umschließt.

Wasserband

Die Anlage eines Wasserbandes mit parallel verlaufenden Alleen soll im Bereich Wallstraße eine attraktive Situation für eine hochwertige Bebauung schaffen. Eine gemischte Nutzung mit Handel, Gewerbe und Wohnen bzw. Seniorenresidenz wird favorisiert.

Studentische Visionen

Studenten des Masterstudiengangs Architektur an der Hochschule für Technik und Wirtschaft Dresden entwarfen Projekte für den Postplatz in Dresden. Das Projekt betreuten Prof. Dr. Brey und Prof. Dipl.-Ing. Wentzel. Als Hauptnutzungen in den Gebäuden werden von den Studenten vorgeschlagen: von Fatima Liebe ein Science Center mit Büro- und Geschäftshaus, von Uwe Haupt Verwaltung, Verkauf und Ausstellung und von Sonja Jachmann Hotel mit Konferenzräumen sowie attraktive Erlebnisbereiche im „großen Fenster“ mit Zwingerblick. (siehe Bildmotiv)

Weitere Ausführungen zum Hotelprojekt:

Hotel mit ca. 240 Zimmern, d. h. ca. 500 Betten, Konferenzräumen im Erd- und 1. Obergeschoss, attraktive Erlebnisbereiche im „großen Fenster“ mit Zwingerblick und Tiefgarage mit 280 Stellplätzen. Das kleinere Gebäude daneben enthält ein Welcome-Center, die Ausstellung „Dresden schafft Wissen“, ein Café, Gastronomie und gehobenen Einzelhandel. Die transluzente Fassade zeichnet einen Teil der inneren Bewegungen im Gebäude nach außen ab und trägt so symbolisch zur nächtlichen Dynamik auf dem Platz bei.

Das städtebauliche Bild zeigt zum Platz nicht nur schmale Gebäudestirnseiten, sondern längere Platz-Fassaden. Es dominiert das Hotel mit der Grundfigur des Doppel-Zick-Zack. Durch Einklinken und Versetzen werden mehr Außenbezüge hergestellt, um von möglichst vielen Fenstern der Gästezimmer einen Blick auf die historische Umgebung zu erhalten. Glasfoyers zur passiven Solarenergienutzung und die Leichtbeton-Sonneschutzelemente erregen Aufmerksamkeit.

Die Materialstruktur der Fassaden beachtet die heterogene Umgebung und konzentriert sich daher auf die Ausbildung eines eigenständigen Ensembles, das auf Grund seiner Ausrichtung der entworfenen Baukörper sich mit Sonneschutz und Energiegewinn in der Fassade auseinandersetzt. Die verwendeten Materialien zeigen Zukunftsorientierung. Vorgeschlagen wird Luccon, ein durchscheinender Beton mit eingearbeiteten Glasfasermatten, Drahtgeflechte, schaltbare und regelbare Verglasungen, wie elektro- und gasochrome Schichten etc. Der lichtdurchlässige Beton steht als Synonym für Dresdens Forschung in der Laser- und Nanotechnologie.

Fazit: Entwurf für ein Hotel, den eine faszinierende eigenständige Lösung an diesem Platz kennzeichnet. Trotz seiner touristischen Konkurrenten in Dresden könnte dieses neue „Gesicht am Platz“ als weiterer Anziehungspunkt in Dresden entstehen.

Geplante Baufelder

Grundstücke / Bodenrichtwerte

Die Grundstückspreise sind seit mehreren Jahren, besonders in guten Lagen, stabil und im Vergleich zu ­anderen Großstädten sehr moderat. Informationen finden sich ­unter:
www.dresden.de/Bodenrichtwerte

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